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Was ist regional?

Die in diesem Verzeichnis aufgenommenen Anbieter müssen die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Hauptprodukte sowie Vorprodukte werden zum überwiegenden Teil innerhalb der Region (bzw. max. 50 km um den Betrieb) erzeugt und verarbeitet. Wenn qualitativ hochwertige Verarbeitungsgrundstoffe in der Region nicht verfügbar sind, ist überregionaler Zukauf zugelassen. Vorprodukte in Bioqualität dürfen aus einem erweiterten Radius von 100 km kommen.
  • Durch fachgerechte Erzeugungs- und Verarbeitungsmethoden wird eine hohe Genussqualität erzielt.
  • Die Produktion, die Verarbeitung und der Handel folgen ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitsprinzipien.

Es geht bei diesen Kriterien vor allem darum, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in der Region passiert. Dies zu messen ist allerdings sehr aufwändig. Deshalb wird bei den obigen Kriterien auf Mengenanteile zurückgegriffen.

Da der eigentliche Fokus auf der Wertschöpfung liegt, müssen die genannten Kriterien für Regionalität flexibel angewandt werden. Zwei Beispiele zur Verdeutlichung:

  • Ein Schokoladenhersteller oder ein Kaffeeröster können natürlich nur einen sehr geringen oder gar keinen Anteil ihrer Rohware aus der Region beziehen. Allerdings ist ihre Arbeit der entscheidende Beitrag zur Veredelung des Produktes und somit zur Wertschöpfung. Diese Produkte werden deshalb als regionale Produkte angesehen.
  • In der Region gebrautes Bier wird selbstverständlich zum größten Teil aus einem regionalen Produkt, nämlich Wasser, bestehen. Wenn jedoch die anderen Zutaten zum größten Teil außerhalb der Region erzeugt werden, so gilt das Bier nicht als regionales Produkt.

 

Die festgelegte Maximalentfernung von 50 Kilometern entspricht ungefähr dem Radius um die Stadt Dresden, der von der Region Dresden abgedeckt wird. Da es bei den regionalen Produkten auch um die Vermeidung langer Transportwege geht, können die Betriebe ihre Vorprodukte wiederum aus maximal 50 Kilometern Entfernung zukaufen, selbst wenn der Zulieferer dann außerhalb der Region liegt. Dies ist ökologisch sinnvoller als der Zukauf von einem Betrieb in der Region, der möglicherweise deutlich mehr als 50 Kilometer entfernt ist.

Die Erweiterung des für Vorprodukte zulässigen Radiusses auf 100 Kilometer für Bioprodukte ist der Tatsache geschuldet, dass in der Region Dresden noch verhältnismäßig wenig Erzeuger auf Bioqualität setzen und die entsprechenden Rohwaren deshalb nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind. Zudem sollen Produzenten, die auf Bioqualität setzen, durch dieses selbst gewählte Zusatzkriterium nicht zu sehr benachteiligt werden.